Ganz im Element
Dank ihrer Treppenkonstruktion ist ein Stück Mittelalter erlebbar geworden: Seit etwas mehr als einem Jahr geniessen Einheimische und Gäste die imposante Aussicht von der Plattform des Turms von Hospental. Bei diesem Urschner Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung durfte die Konstruktion im Turminnern weder am Gemäuer befestigt, noch von aussen sichtbar sein. Solche Sonderanfertigungen aus Metall oder Stahl sind das Metier von Metall-Total. Die Arbeiten des Betriebs, der für seine Kunden individuelle Projekte entwickelt, plant und umsetzt, waren auch bei der Skigebietsverbindung von Andermatt-Sedrun gefragt. Türen, Gitterrostboden und Treppen sämtlicher neuer Bahnstationen wurden in den Werkhallen in Seedorf gefertigt. Inzwischen realisiert dort das 18-köpfige Team bereits die nächsten Bauten für eine Bergdestination: In Saas Fee entsteht bei der Station Mittelallalin eine neue Fassade. «Für uns ist es wichtig, dass durch die lokale Produktion die Wertschöpfung in Uri bleibt», meint Geschäftsführer Roland Zurfluh.
Vom Einmannbetrieb zum umsichtigen Chef gereift
Den Wunsch, sein eigenes Unternehmen zu führen, hegte Roland Zurfluh bereits als Jugendlicher. In der heimischen Garage schraubte er leidenschaftlich an Mofas. 2007 machte sich der gelernte Metallbauschlosser und -konstrukteur selbstständig. Knapp zehn Jahre später packte der Familienvater die Chance, seine Firma zu vergrössern und erwarb die Hallen von TransTec Gotthard. Diese standen nach der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels leer und wurden von Metall-Total an der Seedorfer Grossriedstrasse 11 wieder aufgebaut. Am neuen Standort ist mit AluPlus auch ein Partner eingezogen, dessen Aluminiumsysteme bei der Realisierung von Metallprojekten von grossem Nutzen sind. Ein Glücksfall, findet Roland Zurfluh: «Wir unterstützen uns gegenseitig, je nach Arbeitsauslastung auch mit Personal.» Er ergänzt, dass sich auch in ihrer Branche der Fachkräftemangel zuspitze. Die Auftragslage stimme, aber das Personal für die Umsetzung fehle zunehmend. Das Thema ist für ihn als Berufsbildner indes nicht neu: Die Anzahl für Metallbauer-Lehrstellen im Kanton Uri seien schon seit zehn Jahren rückläufig. Der Geschäftsführer bildet deshalb bewusst selber Nachwuchs aus und ist optimistisch: «Auf uns warten spannende Aufträge und Herausforderungen.»