Starke Vereine – starkes Uri
Wer in Uri lebt, kennt die Dätwyler Stiftung als Förderin von zumeist grösseren Projekten in den Bereichen Kultur, Bildung, Wissenschaft, Gesundheit, Sport und Umwelt. Die Stiftung unterstützt aber auch viele kleinere Projekte und Förderpartner. «Ihnen ist gemeinsam, dass sie mit wenig Mitteln und viel ehrenamtlichem Engagement Anlässe und Angebote schaffen, die der Allgemeinheit einen Mehrwert bieten. Oft sind es Vereine, die mit einem Fördergesuch auf uns zukommen», fasst Markus Arnold zusammen. Er ist Fachspezialist Förderaktivitäten bei der Dätwyler Stiftung und arbeitet eng mit der Geschäftsführerin Susanne Döhnert-Dätwyler zusammen. Sie ergänzt: «Ein wichtiger Teil unseres gemeinnützigen Wirkens sind zudem die stiftungseigenen Aktivitäten. Dabei können wir gezielt Schwerpunkte setzen und tun dies aktuell mit unserem Vereinsprojekt. Wir sind überzeugt davon, dass Vereine in Uri unverzichtbare Leistungen für den sozialen Zusammenhalt erbringen.»
2026 wurde von der UNO als Internationales Jahr der Freiwilligen ausgerufen, um die Sichtbarkeit der Freiwilligenarbeit und ihre Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung zu würdigen. In der Schweiz engagieren sich rund 86 % der Bevölkerung ehrenamtlich – zum Beispiel in Vereinen. Markus Arnold weiss: «Gerade in ländlichen Gebieten und kleinen Dörfern tragen sie zum funktionierenden Miteinander bei, sie fördern die Identität und die Lebensqualität. Deshalb möchte die Dätwyler Stiftung das Urner Vereinswesen langfristig stärken – mit finanziellen Mitteln, Wissenstransfer, Vernetzung und Infrastruktur.»
Digitale Fitness trainieren
Vereins- und Vorstandsarbeit verlangen Organisationstalent sowie zunehmend digitales Know-how. «Genau da haben wir das Pilotangebot in unserem Vereinsprojekt angesetzt. Lanciert haben wir es zusammen mit Roman Schön vom New Work Campus Uri. 2026 entwickeln wir es mit zusätzlichen Impulsen weiter», erklärt Susanne Döhnert-Dätwyler. Vereinsvorständen und OK-Mitgliedern ermöglicht die Dätwyler Stiftung weiterhin den kostenlosen Zugang zum Kurs «Fit für das digitale Büro». Kursleiter Roman Schön vermittelt dort den wirkungsvollen Einsatz von spezifischen Microsoft-Tools, die diverse Aufgaben massgeblich erleichtern: «Im Beruf wie auch im Ehrenamt geht die Arbeit damit leichter von der Hand, wird wirksamer und agiler. Das verspricht mehr Erfüllung und zugleich eine grosse administrative Entlastung.»
Wenn Daten strukturiert abgelegt und geteilt, Wissen sinnvoll zugänglich gemacht und Aufgaben sowie E-Mails effizient bearbeitet werden können, bleibt mehr Zeit für das Wesentliche. Da die Kurse nicht nur Vereinen, sondern auch weiteren Interessierten offenstehen, locken sie ein gemischtes Publikum an. Für Roman Schön ein Vorteil: «Das ergibt einen spannenden Austausch. Von beruflichen Wieder- und Quereinsteigerinnen über digital affine Rentner bis zu jungen Erwachsenen in der Ausbildung sind ganz unterschiedliche Leute dabei.»
Im Vereinshub netzwerken
Der New Work Campus Uri ist Teil des Working Points an der Dätwylerstrasse 27 in Altdorf. Hier etabliert die Dätwyler Stiftung schon bald den neuen Vereinshub: Am 22. August 2026 wird mit einem Brunch gestartet, zu dem Vorstands- und OK-Mitglieder sowie Projektverantwortliche von Urner Vereinen eingeladen werden. Der Anlass ist ein Dankeschön für ihre Freiwilligenarbeit und zugleich eine gute Gelegenheit, neue Leute und Angebote kennenzulernen. Lokale Vereine können den neuen Hub kostenlos als Ort für Sitzungen oder Versammlungen buchen und die vorhandene technische Infrastruktur nutzen. «Die Kosten dafür übernimmt bis auf Weiteres die Dätwyler Stiftung. Wir freuen uns, wenn viele Vereine tagsüber oder abends hier zusammenkommen», so Susanne Döhnert-Dätwyler. Buchen kann man ganz einfach über den Working Point (info@workingpoint.ch, 041 872 0 872). Zudem steht die Aula Uristier, ebenfalls auf dem Dätwyler Areal, als Probe- und Veranstaltungslokal mit günstigen Mietkonditionen zur Verfügung. Im Herbst 2026 gibt es – wiederum im zentralen Vereinshub – zwei Impulsabende. Beim ersten geht es um das vielfältige Thema Vereinskultur und -kommunikation. Der zweite Impuls ist noch in Vorbereitung; die Infos dazu folgen im Sommer auf der Website.
Freiwilligenarbeit stärken
Man spürt, dass die Ideen für das Vereinsprojekt noch lange nicht ausgehen. Markus Arnold sieht die Vereine als «demokratischen Mikrokosmos». Als zukunftsrelevanten Lernort, an dem man unkompliziert mitwirken und Erfahrungen sammeln darf – etwa in den Bereichen Projektmanagement, Buchhaltung, Führung und vielen mehr. Dafür lohnt sich der finanzielle und persönliche Einsatz der Dätwyler Stiftung: «Tatsächlich ist unser diesjähriger Schwerpunkt bei den Eigenprojekten eine Herzensangelegenheit», sagt Geschäftsführerin Susanne Döhnert-Dätwyler. «Wir möchten das Bewusstsein für den grossen Wert der ehrenamtlichen Arbeit von Vereinen schärfen und zugleich ihre Mitgliederbasis stärken. Vereine bedeuten Partizipation, Freundschaft und einzigartige Erlebnisse in der Gemeinschaft. Schön, wenn dies auch künftig von motivierten Vorständen und engagierten Mitgliedern weitergetragen wird!»
Online mehr erfahren und sich anmelden
Im New Work Campus Uri auf dem Altdorfer Dätwyler Areal finden Urner Vereine Angebote, die sie in ihrer Arbeit unterstützen und zu neuen Wegen ermutigen. Die Kosten für die Angebote im New Work Campus oder die Raummieten im Working Point trägt die Dätwyler Stiftung. Aktuelle Detailinfos, Flyer und Anmeldeformulare gibt es hier: daetwyler-stiftung.ch/foerderung/stiftungseigene-aktivitaeten/beitraege/urner-vereine.html